Strasmann´s Anatomie, Physiologie und Pathologie

Menu SiteMap

August 2019

Aktuell Diese Website verwendet Cookies

Danke für Ihr Einverständnis!

In einem Video von Nature kann man sehen, wie schnell sich weiße Blutzellen durch das Gewebe arbeiten: Nature Videos. Es gibt wohl zwei Arten wie sich Zellen mit Zellkern voran arbeiten: die eine ist, den Zellkern voran zu schicken und die andere ist, den Zellkern nachzuholen. Der Zellkern ist ja der steifste Teil der Zelle. Weiße Blutzellen holen den Zellkern nach. Das Spannende an diesen Videos und dem begleitenden wissenschaftlichen Publikationen ist, wie schnell die Zellen sind. Nur knapp über 1 Minute dauert es, bis ein Hindernis passiert wurde das zunächst unüberwindlich schien.

Audio

der aktuellen Vorlesung:

aktuell.mp3.
Benennen Sie Ihre alte Download-Datei um, sonst überschreiben Sie sie...

und des VHS-Vortrags VHS55 "Schnelle oder langsame Bewegung...?":

VHS55.mp3.

Lesetipp

Stuff1

weiter

"The Stuff of Life - a graphic guide to genetics and DNA". Wenn es um Zellteilung und DNA geht, empfehle ich Ihnen dieses Science-Comic. In ganz klaren Bildern und in einer sehr einfachen Sprache wird Genetik und Zellteilung erläutert. Das ist ein Kunstwerk! Ich unterrichte das ja schon viele Jahre und weiss daher wie knifflig es im Unterricht an manchen Stellen ist. Wenn Sie Spass an Graphic Novels haben, dann ist das etwas für Sie!

Inverview mit dem Autor Mark Schultz

Stuff2 Stuff3 Stuff4

Mark Schultz, Zander Cannon und Kevin Cannon "The Stuff of Life - a graphic guide to genetics and DNA".

Im Frühlings-Semester der VHS

Unterricht2

Wir bauen unseren Körper

Besonders freut es mich, dass ich in diesem Sommer einen Kurs bei der VHS Zürich gebe, der sich mit den grundsätzlichen Bauprinzipien des Körpers befasst. Zeichnerisch wird erläutert, wie unser Körper gebaut ist: Die Wirbelsäule als zentrale Achse, die Mechanik der Arme und Beine. Ein Skelett und projizierte Darstellungen aus Künstler-Anatomien veranschaulichen zusätzlich die "Tricks" unserer Körper-Konstruktion. Ideal ist es, wenn Sie mit-zeichnen (bitte eigenes Material mitbringen), aber Sie können auch nur zuhören bei diesem Kompakt-Kurs zum Bewegungsapparat.
> ein kleiner Comic dazu...

Anatomie

Anatomie

Autor

Der Autor ist Anatom und liebt die Lehre. Aber er hat auch viele Jahre in der Forschung gearbeitet.

Anatomie ist die Lehre vom Aufbau des menschlichen Körpers. Dieses Fach der Medizin ist vergleichsweise alt: die Psychiatrie beispielsweise ist viel jünger und stammt massgeblich aus dem 18. Jahrhundert, oder die Genetik ist super jung, bestenfalls 100 Jahre alt. Die Anatomie ist alt, und als wissenschaftliche Lehre existiert sie sicher seit dem griechischen Altertum. Ich nehme an, dass die Jäger und Sammler der Vorgeschichte auch anatomische Kenntnisse besassen, denn sie führten Schädelöffnungen durch, die die Patienten viele Jahre überlebt haben müssen.

Die moderne Anatomie hat als ein grosses Thema die Entwicklung des Körpers: wie die Gene in den Bau und die Funktion des Körper übersetzt werden. "Entwicklungsbiologie" ist der schicke moderne Name für diesen Zweig der anatomischen Forschung.
Daneben gibt es die "makroskopische" Anatomie, die ohne besondere Hilfsmittel, also ohne Mikroskop und ohne Lupe, den Aufbau des menschlichen Körpers beschreibt. Dieser Zweig ist wohl der älteste, besonders in der Renaissance stark gewordene Forschungszweig.
Die "mikroskopische" Anatomie befasst sich mit den Zellen und deren Strukturen und Leben, und verbindet so die Makroskopie mit der Entwicklungsbiologie.

Neben der Forschung ist die Lehre das andere Bein, auf dem alle wissenschaftlichen Disziplinen stehen. Der Lehre in der Anatomie ist diese Website gewidmet.

weiter

Anatomie

Wenn Sie wollen, können Sie meine Habilitationsschrift lesen:
Zusammenfassung:
Die Gelenke beim Laborbeuteltier Monodelphis domestica besitzen in unterschiedlichem Maß propriozeptive sensible Nervenendigungen. Es wurden licht- und elektronenmikroskopisch drei Typen von Propriozeptoren beobachtet: (1) nicht korpuskuläre, freie Nervenendigungen, (2) Ruffinische Körperchen und (3) Lamellenkörperchen. Quantitativ übertreffen bei Monodelphis domestica die Lamellenkörperchen die Ruffinischen Körperchen deutlich. Beide zeigen typische Verteilungsmuster bei den untersuchten Gelenken.
(2) Monodelphis domestica zeigt nur den einfachsten morphologischen Typus des Ruffinischen Körperchens, den mit einer fehlenden oder unvollständigen fibrozytären Kapsel. Dieser morphologische Typ tritt nur in geflechtartigem Bindegewebe auf. Ruffinische Körperchen bei Monodelphis domestica sind in bandgeführten Gelenken vorhanden. Je straffer und parallelfaseriger die benachbarten Bandverstärkungen der Gelenkkapseln sind, desto geringer ist die Zahl der Ruffinischen Körperchen.
(3) Kleine Lamellenkörperehen befinden sich (a) in festem, geflechtartigem Bindegewebe um der Discus intervertebralis bzw. im Stratum fibrosum der Gelenkkapseln oder (b) sie sind in der umgebenden Muskulatur zu finden. Sie zeigen an diesen Orten eine Verteilung, die die Gelenkfunktion wiederspiegelt.
(a) Je ausgeprägter die Knochenführung ist, desto größer ist auch die Zahl der Lamellenkörperchen in der jeweiligen Gelenkkapsel.
(b) Je ausgeprägter die muskuläre Gelenkfixierung ist, desto größer ist auch die Zahl der Lamellenkörperchen in den fixierenden Muskeln.
Aus den Befunden bei Monodelphis domestica kann man folgern, dass umso geringer die mechanische Bedeutung des Bandapparates eines Gelenkes ist, desto größer ist seine sensorische Bedeutung.

Paperback

eBook

Welche Muskeln...

radeln

arbeiten, wenn man Fahrrad fährt?

Wenn Sie die vergangenen Wochen mit dem Lernen der Beinmuskeln zugebracht haben, ist das doch eine nette Aufgabe: Stellen Sie sich die einzelnen Phasen des Pedal-Tretens vor und gehen Sie die Muskeln der Hüfte, des Oberschenkels und schliesslich auch des Unterschenkels durch. Oder probieren Sie es aus, wenn das Wetter es zulässt.

Und naklar können Sie das Rad auch zum Training anderer Muskeln nutzen...

radeln2

Was sind Monitormuskeln?

MonitorMusklen

Unter den Muskelrezeptoren sind die Muskelspindeln für die Steuerung des Bewegungsablaufes die wichtigsten Rezeptoren. In großen Muskeln befinden sich diese Rezeptoren zumeist in einem Bereich, der als sensorischer Bereich, im Gegensatz zur übrigen Arbeitsmuskulatur dieses Muskels, bezeichnet werden kann. Es gibt aber auch sehr kleine Muskeln, die praktisch fast nur aus Muskelspindeln bestehen und fast gar keine Arbeitsmuskulatur besitzen. Solche kleinen Muskeln werden, besonders wenn sie parallel zu großen Muskeln und Muskelgruppen angeordnet sind, als Monitormuskeln verstanden. Sie dienen nicht dazu, eine aktive Bewegung zu ermöglichen, sondern sie werden als separate Sensoren der großen, parallel arbeitenden Muskeln auf gefasst.

Muskelspindeln und Bewegungssteuerung

Muskelspindeln messen die Länge der umgebenden Arbeitsmuskulatur. Auch Sehnenspindeln sind für die nervöse Steuerung des Bewegungsablaufes wichtig: Sie messen die Kraft, die die Arbeitsmuskulatur entwickelt. Aus beiderlei Nachrichten, aus den Informationen über die Länge und über die Kraft der Muskeln, berechnet besonders das Kleinhirn die Ist-Situation des Bewegungsapparates, die Stellung und Bewegung der Gelenke, und macht aufgrund dieser Berechnungen quasi Vorschläge für die nächste durchzuführende Bewegung. Diese neue Bewegung kommt wiederum durch Berechnungen des Kleinhirn zustande, wenn "von oben", von den höheren Hirnzentren die Freigabe erfolgt und der Bewegungsbefehl erteilt ist. Schließlich erreichen die motorischen Signale das Rückenmark, das unter Zuhilfenahme seiner Reflexe, in denen auch Muskelspindeln und Sehnenorgane eingebettet sind, die Durchführungs-Befehle der Muskulatur erteilt.

weiter

normale Verteilung

Verteilung von Muskelspindeln

Für dieses komplexe Regelwerk benötigt das Gehirn Muskelspindeln und Sehnenorgane. Diese Propriorezeptoren sind in Muskeln und Muskel-Sehnen-Übergängen immer dort zu finden, wo die Arbeitsmuskulatur den oxidativen Muskelfasertyp I aufweist. Aus der Physiologie ist bekannt, daß bei Muskelaktionen die langsamen oxidativen Typ I - Muskelfasern vor den schnellen oxidativ-glykolytischen Typ IIa - Muskelfasern angespannt werden, während die schnellen ausschließlich glykolytischen Typ IIb - Muskelfasern nur bei schnellen kraftvollen Kontraktionen rekrutiert werden. Da die Propriozeptoren den stets arbeitenden Typ I - Muskelfasern in der Verteilung folgen, können sie jede Längen- oder Kraftveränderung der umgebenden Muskulatur registrieren.

Verschiedene Muskelfaserarchitektur

Manche Muskeln weisen eine mehr oder wenige gleichmäßige Verteilung der langsamen Typ I - Muskelfasern auf. Muskelspindeln und Sehnenorgane liegen dann auch meist im ganzen Muskel verteilt. Ein Beispiel hierfür sind die kleinen, suboccipitalen Nackenmuskeln. Viele Muskeln besitzen aber eine ungleichmäßge Verteilung ihrer unterschiedlichen Muskelfasertypen. Bei so kompartimentierten Muskeln befinden sich die Muskelspindeln und Sehnenorgane in dem, im Anschnitt besonders rot erscheinenden Anteil, der als das "sensorisches Kompartiment" bezeichnet wird. Beispiele hierfür sind der M. biceps brachii, dessen Caput longum sehr viele Typ II - Muskelfasern enthält, und dessen Caput breve in den knochennahen Abschnitten überwiegend Typ I - Muskelfasern aufweist.
Manche Muskelgruppen gliedern dieses sensorische Kompartiment sogar als eigenen kleinen, parallelgeschalteten Muskel aus. Diese kleinen Muskeln, so nimmt man an, sind die "Monitormuskeln" oder "kinaesiologische Monitoren".

separierung

Beispiel: M. plantaris beim Menschen

Besonders kleine Muskeln in Gelenknähe, die parallel zu großen Muskeln gleicher Funktion angeordnet sind, sind verdächtig, solche Monitormuskeln zu sein. Als Beispiel für den Menschen geben Peck et al. (1984) den M. plantaris an, der gemeinsam mit dem M. triceps surae u.a. eine Plantarflexion des Fußes ausführt. Dieser Muskel besitzt eine unerwartet hohe Zahl Muskelspindeln pro Gramm Muskel (3,71 Muskelspindeln/g), die um ein Vielfaches diejenige des M. triceps surae (0,67 Muskelspindeln/g) übertrifft. Bei Dorsalextension des Fußes beträgt die relative passive Längenänderung und deren Geschwindigkeit im M. plantaris etwa das Dreifache derjenigen des M. gastrocnemius. Da Muskelspindeln auf Längenänderung und deren Geschwindigkeit antworten, qualifiziert sich der rezeptorreiche M. plantaris als kinaesiologischer Monitormuskel für Stellungsänderungen, besonders für Dorsalextensionen, im oberen Sprunggelenk.

Weitere Beispiele

Für den Menschen kann man vermuten, daß der M. supinator, der M. pronator quadratus, die Mm. lumbricales, der M. piriformis, die Mm. gemelli, der M. popliteus und der schon erwähnte M. plantaris als Monitormuskeln fungieren. Beim Tier sind neben dem M. popliteus auch andere Monitormuskeln beschrieben worden: beim Hund ist ein M. articularis coxae, bei verschiedenen Spezies als M. iliofemoralis bekannt, der vom Pfannendach zum Trochanter minor verläuft und parallel zum M. iliopsoas die Hüfte beugt. Beim Menschen tritt dieser nicht als separater Muskel auf, sondern bildet im M. iliacus die tiefste Portion, die zumeist tief rot im Präparat erscheint und mikroskopisch zahlreiche Muskelspindeln aufweist. Ebenfalls beim Hund scheint der M. articularis genus, der das Knie parallel zum M. quadriceps femoris streckt, ein Monitormuskel zu sein. Ein weiterer Monitormuskel bei verschieden Tieren ist wahrscheinlich der M. tenuissimus, der, auch als M. tensor fasciae cruris oder M. abductor cruris caudalis bezeichnet, von caudalen Sakralwirbeln entspringt und zur Tibia und zur Fascia cruris zieht.

aus Habil

Das Konzept des Monitormuskels

So folgt die Verteilung der Muskelspindeln und Sehnenorgane einem anatomisch-funktionellen Prinzip: Bei Muskeln mit gemischten Muskelfaserverteilungen sind sie eher ubiquitär, bei kompartimentierten Muskeln sind sie im sensorischen Kompartiment, und bei kleinen und kleinsten Muskeln, die parallel zu großen Muskeln gleicher aktiver Funktion angeordnet sind, machen sie die Hauptmasse des Muskelfleisches aus. Hierbei muß allerdings berücksichtigt werden, daß alle Angaben über Rezeptor-Verteilungen zwangsläufig auf sehr geringen Untersuchungszahlen aufbauen: Besonders von den, für mikroskopische Untersuchungen riesigen, menschlichen Muskeln liegen noch immer viel zu wenige Daten vor, um ganz sicher zu sein, daß dieses Konzept mehr als ein Konzept ist.

Wie lernen?

Für Lernende sei gesagt, daß zunächst ein kleiner Muskel, von dem eine Monitorfunktion vermutet werden kann, in seiner aktiven Funktion gelernt werden sollte, als sei er ein ganz gewöhnlicher Muskel. Die passive Funktion, also die Bewegung, die zu einer Dehnung des Muskels führt, ist die Bewegung, die der Monitormuskel dem ZNS meldet.

Beispiel einer Muskelkarte (vom Menschen):

  • M. plantaris
  • U: proximal des Condylus lateralis femoris, Kniegelenkskapsel
  • A: mit langer Sehne an der Medialseite des Calcaneus, parallel zum M. triceps surae
  • I: N. tibialis (S1-S2)
  • F: (aktiv) Flex IR (Knie), plantarFlex Sup (OSG / USG)
  • (passiv) Ext AR (Knie), dorsalExt Pro (OSG / USG)

Die Zeile "F: (passiv)" gibt die Monitorfunktion an.

Die "Schöpfer" des Konzepts vom Monitormuskel (Quellen):

Amonoo-Kuofi HS (1989) Morphology of muscle spindles in the human popliteus muscle - Evidence of a possible monitoring role of the popliteus muscle in the locked knee joint? Acta anat (Basel) 134:48-53.
Peck D, Buxton DF, Nitz A (1984) A comparison of spindle concentrations in large and small muscles acting in parallel combinations. J Morphol 180:243-252.

Muskelkarteikarten

Muskelbuch

Die 7 Schritte zum Erstellen und Lernen mit anatomischen Muskelkarteikarten des Beines:
Der 1. Schritt ist das Schreiben der Karteikarten. Das Buch gibt eine Anleitung und die Liste aller Beinmuskeln für insgesamt 50 Muskel-Karten (Ursprung, Ansatz, Innervation und Funktion).
Der 2. Schritt, das Aufsuchen und Einzeichnen der Ursprünge und Ansätze in große Skelettbilder, ist wie ein anatomisches Malbuch gestaltet.
Der 3. Schritt ist das Einzeichnen der Muskeln in die eigentlichen Karteikartenbilder. Hier sind für jede Karte mehr Bilder vorhanden, als eigentlich benötigt werden, falls man sich mal verzeichnet.
Der 4. Schritt heißt: "Sich erstmal darüber freuen" und ist in der 3. Auflage mit Audio-Dateien bestückt: Lauschen Sie - und lernen Sie fast wie "im Schlaf".
Der 5. Schritt, das "Ordnen und Fragen beantworten", zeigt, wie man richtig und erfolgreich mit solchen Karten lernt. Es wird erklärt, wie man eigene Prüfungsfragen entwickelt und es sind noch 100 typische Prüfungsfragen beigefügt.
Der 6. Schritt befasst sich damit, wie man das alles zuverlässig in's Sekundäre Gedächtnis bekommt. Hier geht es um den Mandelkern, den Hippocampus und das Arbeitsgedächtnis. In diesem Kapitel lernt man "Pauken".
Der 7. und letzte Schritt gibt noch ein paar Anregungen für Alltagsbeobachtungen der Muskeln des Beines.

Buch bei BoD

Anatomie lernen durch kreuzen

ElsevierBuch

Diese Fragen kennen Sie vielleicht, denn wir haben sie gemeinsam im Unterricht entwickelt. Im vergangegen Jahr habe ich das Manuskript dem Verlag übergeben, der sich auch diesen etwas sonderbaren Titel ausgedacht hat.
Hier ist der Link zum gedrucketen Buch:

Paperback

Fragen

mehr Bücher

Bücher

Bücher sind eine meiner Leidenschaften. Wenn´s geht, schreibe und zeichne ich alles auf, was mir wichtig ist. Warum aufschreiben und nicht scannen? Was mich wirklich bewegt, das schreibe ich auf, um es besser mir einzuprägen. Das gilt besonders für Wissenschaftliches, das ich lese und zum Teil auch abzeichne. "Schreibe Bücher ab", sagt Hieronymus (347-420) in einem Brief an den Mönch Rusticus, "eine Beschäftigung, bei welcher die  Hand für Nahrung sorgt, während sich der Geist an der Lesung sättigt." [Quelle0601]

Eine Seite eines Notizbuches

weiter

Schnell wird man müde in industriell-gefertigte Notizbücher zu schreiben, finden Sie nicht auch? So mache ich (mit Freunden in unserer Buchbindergruppe) diese leeren Notizbücher selbst. In den USA und in England scheint das ein wahrer Trend zu sein, parallel zum Leben in der digitalen Welt auch noch analoge Scrapbooks zu machen.

noch eine Notizbuchseite

Und mit den modernen leichten Tablett-Computern ist das Notizen-Machen noch leichter und effektiver geworden als vorher. Und dann binde ich diese Notizseiten wieder zusammen, zu meinem "Reisetagebuch durch die Online-Lektüre".

ein modernes Notizbuch

Quelle 0601: "Zeichen, Bücher, Netze" Katalog zur Dauerausstellung des "Deutschen Buch- und Schriftmuseums der deutschen Nationalbibliothek", Leipzig. Wallenstein-Verlag, Göttingen 2016

über diese Website

Website

"everything-virtual" wurde 1998 gegründet, als Plattform zur Demonstration anatomischer Lehr-Modelle und Animationen. Dass diese Adresse noch heute existiert, ist auch ein bisschen Nostalgie, denn heute dient sie mir, PD Dr. med. Thomas J. Strasmann, "nur" noch zur Kommunikation mit meinen Hörern, zur Ankündigung neuer Unterrichts-Themen und zur Anregung für das Selbst-Studium. Tatsächlich aber gehen die Wurzeln dieser Website noch weiter zurück...

weiter

Interaktivität war vor über 30 Jahren ein Kennzeichen der "neuen Medien". Neu war auch das deutsche 3d-Programm Monzoom, das mir kostengünstig erlaubte, organische Formen zu gestalten. Mein 3d-Bild der  Zitronen-Schale schaffte es sogar auf das Cover der 2. Auflage dieses Programms. Mit Kollegen und Freunden experimentierte ich weiter mit 3d-Programmen und interaktiver Benutzersteuerung. So hatten wir uns bei einer Berliner Softwareschmiede zusammengetan, um ein "Edutainment" zu bauen: "In hoc Signo" hiess es und spielte in einem mittelalterlichen Kloster. Mein Job war alles zu gestalten, was mit Körpern zusammen hing. So entwarf und animierte ich beispielsweise Hände als Steuersymbole oder modellierte mit teuren Programmen (wie Maya) diesen Jungen, der einer der Hauptfiguren des Spiels war. Das Spiel wurde, soweit ich mich erinnere, nie fertig, aber gelernt haben wir viel.

Monzoom etc

Anatomische Modelle zu gestalten, das war mein Traum damals. Und so wagte ich mich, wieder begleitet von Kollegen, an besser abgrenzbare Objekte wie diesen Kehlkopf oder das Kniegelenk. Unglaublich lange gerechnet wurde an dem Film der Lithotripsie, den wir für unseren (einzigen) Auftraggeber herstellten. Heute frage ich mich, warum wir die Sequenzen "drum herum" nicht "einfach" mit Schauspielern gefilmt haben und nur den wirklich "unsichtbaren" Abschnitt als 3d-Modell entworfen haben. Naja, wir waren auch auf eine Weise verliebt in unsere 3D-Welten...
Ein wirkliches Geschäft wurde nicht daraus - und nach dem Platzen der "Internet-Blase" Anfang des Neuen Jahrtausends gingen wir alle wieder unserer Wege. Die Webadresse aber blieb.

über den Autor

about the author

Weiter oben ist es schon angeklungen: ich bin Anatom.
Schon als Kind haben mich der Aufbau der Pflanzen und die Gestalten der Tiere fasziniert. Neben Muscheln und Schneckenhäuser habe ich auch Pflanzen gesammelt und für meine Herbarien gepresst. Heute habe ich wieder eines ...

weiter

... Mit sechs Jahren begann ich, die Vögel im Garten "live" und andere Tiere nach Abbildungen zu zeichnen. Wenn ich im Wald Schädel von Amseln, Mäusen oder Eichhörnchen fand, brachte ich sie heim und versuchte, auch diese zeichnend zu vergleichen. Das war für mich ganz nahe-liegend: mein Vater war Bildhauer, meine Mutter Malerin - und wir Kinder malten und werkelten (wenn wir nicht in die Schule mussten) von früh bis spät. Knochen durch das Zeichnen zu verstehen und zu vergleichen war mir so wichtig wie das "Schönschreiben" in der Volksschule, wo wir Anfang der 1960er Jahre tatsächlich noch Sütterlin-Schrift lernten (was ich toll fand).

Strasmann1959

Im Gymnasium förderte unser Latein-Lehrer in seinem oft weit-schweifenden Unterricht meine bisher eher zögerliche Lesefreude: so stieß ich auch auf Lorenz Oken (1779-1851), von dem ich las, dass Goethe seine Wirbeltheorie des Schädels ablehnte. Das wollte ich selbst nachlesen - und so sass ich dann mit 16 im Lesesaal der Universitätsbibliothek und versuchte, die blumige Sprache Okens zu verstehen.

"Eine Blase verknöchert; und sie ist ein Wirbelbein. Eine Blase verlängert sich zu einer Röhre, wird gegliedert, verknöchert; und sie ist eine Wirbelsäule. Die Röhre giebt (nach Gesetzen) blinde Seitenkanäle von sich, sie verknöchern; und es ist ein Rumpfskelett. Dieses Skelet wiederholt sich an beiden Polen, jeder Pol wiederholt in sich den andern; und es sind Kopf und Becken. Das Skelet ist nur ein aufgewachsenes, verzweigtes, wiederholtes Wirbelbein; und ein Wirbelbein ist der präformierte Keim des Skelets. Der ganze Mensch ist nur ein Wirbelbein." [Quelle0801]

Oken1807

Sie können sich vielleicht vorstellen, wie magisch fast dieser erste Absatz wirkt. Ob ich viel davon verstanden habe damals bezweifle ich, aber erfüllt hat mich dieses "schwingende" Gefühl schon, dass es eben draussen wie drinnen sei... Naja, und noch heute schreibe ich manchmal "giebt".

Strasmann 1971

(wird fortgesetzt)

Quelle 0801: Lorenz Oken "Über die Bedeutung der Schädelknochen" Jena 1807

Impressum etc.

Haftungsausschluss

»Qui vitia odit, homines odit« - "Wer die Fehler nicht will, will die Menschen nicht", sagt Plinius der Jüngere (61 - 112 n. Chr.) in seinen Briefen vor fast zweitausend Jahren [Plinius Sec., Briefe 8, 22]. Und das stimmt wohl: Fehler zu machen ist ganz typisch für uns Menschen. Selbstverständlich machen auch andere Lebewesen Fehler, aber dort führen sie wohl oft zum Tod des Individuums: Stellen Sie sich einen Albatros vor, der sich verschätzt ...

weiter

und den Sturm unterschätzt, in den er tollkühn fliegt... Bei uns Menschen ist ein grosser Teil unseres Lebens mit Trainieren und Lernen gefüllt, und da gehören Fehler dazu, die ausgewertet und Schritt für Schritt überwunden werden. Wir stellen einander Fallen, und belohnen die, die die gestellten "Aufgaben" schaffen. Ganze Fernsehsendereihen werden nur mit den Versuchen von Quiz-Kandidaten oder Wettkampf-Hobbysportlern gefüllt, und wir Zuschauer freuen uns am Scheitern wie am Gewinnen unserer Lieblinge. Kurz: Fehler gehören dazu, und wer sie nicht will, der hat etwas ganz Wesentliches unserer "conditio humana" noch nicht verstanden: Qui vitia odit, homines odit ...  
Das gilt also auch hier, auf dieser Website: Obwohl ich mich bemühe, alle auf meiner Website dargestellten Sachverhalte möglichst aktuell und unserem Wissenstand gemäss zu präsentieren, unterlaufen mir natürlich auch Fehler. Falls Sie einen inhaltlichen Fehler finden, freue ich mich, wenn Sie mir diesen mitteilen würden:

Sämtliche auf meiner Webseite "www.everything-virtual.org" präsentierten Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Insbesondere sind alle hier gezeigten Bilder Originale. Wenn Sie diese Bilder mit "copy ´n paste" verwenden möchten, dürfen Sie nicht die Randbeschriftung "www.everything-virtual.org" entfernen, sonst begehen Sie eine Urheberrechtsverletzung. Urheberrechtlich geschützte Werke anderer Autoren sind, wenn ich daraus zitiere, selbstverständlich als solche Zitate gekennzeichnet.

Haftungsausschluss:

Ich (PD Dr. Strasmann) bemühe mich um die Richtigkeit der auf meiner Website "www.everything-virtual.org" aufgeführten Informationen und Daten. Obwohl ich die Daten und Informationen regelmäßig aktualisiere, ist aufgrund der Vielzahl der Informationen und der technischen Merkmale des Internets eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen und Daten ausgeschlossen. Ich behalte mir vor, ohne Ankündigung Änderungen oder Ergänzungen der bereitgestellten Informationen oder Daten vorzunehmen. Ich hafte nicht weder für direkte noch indirekte Schäden, die durch die Nutzung der Informationen oder Daten dieser Website entstehen oder entstanden sind. Durch die Nutzung der Website entstehen weder Rechte noch Pflichten der Urhebers (PrivDoz. Dr. med. Thomas J. Strasmann) bzw. der Nutzer.
Das Landgericht Hamburg hat mit Urteil vom 12. Mai 1998 entschieden, daß durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mitzuverantworten sind. Laut Landgericht kann man durch den folgenden Hinweis, den ich hiermit vorsorglich anbringe, von dieser Verantwortung entbunden werden:
Die Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit aller anderen Websites, auf die mittels eines Hyperlinks verwiesen wird, ist ebenfalls ausgeschlossen. Für den Inhalt von Websites, die mittels einer solchen Verbindung erreicht werden, ist der jeweilige Anbieter eigenverantwortlich.

Alle medizinischen Inhalte sind von mir (PD Dr. med. Thomas J. Strasmann) zwar mit grösstem Bemühen um Aktualität und Korrektheit erstellt worden, es können sich aber dennoch Fehler eingeschlichen haben. Die Nutzer dieser Site rufe ich daher auf, auch den von mir präsentierten Inhalten gegenüber kritisch zu bleiben. Ich hafte nicht für Schäden, die durch die Anwendung der auf meiner Site dargestellten Sachverhalte dem Anwender oder Dritten entstehen oder entstanden sind.

Anmerkung zur neuen Datenschutz-Grundverordnung der EU

Meine Website sammelt keinerlei Daten von den Besuchern dieser Website. Auch werden keine "Klicks" gezählt.

Erklärung zur Informationspflicht gemäss EU-DSGVO

Der Schutz Ihrer persönlichen Daten ist uns ein besonderes Anliegen. Wir verarbeiten Ihre Daten daher ausschließlich auf Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen. In diesen Datenschutzinformationen informieren wir Sie über die wichtigsten Aspekte der Datenverarbeitung im Rahmen unserer Website.

Kontakt mit uns
Wenn Sie per Formular auf der Website oder per E-Mail Kontakt mit uns aufnehmen, werden Ihre angegebenen Daten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen sechs Monate bei uns gespeichert. Diese Daten geben wir nicht ohne Ihre Einwilligung weiter.

Ein Webshop wird nicht betrieben.
.
Cookies
Diese Website verwendet Cookies. Dabei handelt es sich um kleine Textdateien, die mit Hilfe des Browsers auf Ihrem Endgerät abgelegt werden. Sie richten keinen Schaden an. Einige Cookies bleiben auf Ihrem Endgerät gespeichert, bis Sie diese löschen. Sie ermöglichen es, Ihren Browser beim nächsten Besuch wiederzuerkennen.
Wenn Sie dies nicht wünschen, so können Sie Ihren Browser so einrichten, dass er Sie über das Setzen von Cookies informiert und Sie dies nur im Einzelfall erlauben.
Bei der Deaktivierung von Cookies kann die Funktionalität unserer Website eingeschränkt sein.

Web-Analyse-Tools (wie zB Google Analytics, eTracker, etc) werden nicht verwendet.
.

Ein Newsletter zum Bezug wird nicht angeboten.

Ihre Rechte
Ihnen stehen grundsätzlich die Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit, Widerruf und Widerspruch zu. Wenn Sie glauben, dass die Verarbeitung Ihrer Daten gegen das Datenschutzrecht verstößt oder Ihre datenschutzrechtlichen Ansprüche sonst in einer Weise verletzt worden sind, können Sie sich bei der Aufsichtsbehörde beschweren.

Sie erreichen uns unter folgenden Kontaktdaten:

email

(nach Wirtschaftskammer Österreich )

siehe auch: pdf-Ausdruck vom 21. Mai 2018

© PD Dr. med. Thomas J. Strasmann, powered by jQuery Mobile